Kette,einen weiter!! (04/01-06/02)
Ja,
lange hat das nicht gehalten mit dem "vorläufig nichts mehr ändern",denn-ich
muß es leider sagen: die RS Getriebe haben einfach zu viel Spiel!
Dieser Millimeter direkt an der Achse macht natürlich am Fernrohrende
wesentlich mehr aus,ich brauchte also etwas,was spielfreier ist! Hier
kam mir mal wieder mein Freund Andy zu Hilfe!! Irgendwann bei einem
Besuch bei ihm gab er mir ein nicht mehr benötigtes Schneckenrad
mit dem dazugehörenden Wurm - äh,Schnecke! Jetzt hatte
dieses Schnepfenrad außer NULL SPIEL(gut,ok,kaum fühlbar,Null
Spiel wäre ja "fest"!),auch einen recht großen Innendurchmesser,also
nix für kleine Achsen. Sicher,für ihn ist es ein kleineres
Problem,da eine Achse anzufertigen,aber wie der kleine Willi nu ma
iss,fängt er selber an zu werkeln!
Da find ich doch in meinem Knarrenkasten(oderRatschenkasten,wie man
auch sagt)eine 27.Stecknuss. Die klemmt schon gleich zu Anfang so
merkwürdig passend in dem Achsloch - ich also mit'n dicken Hammer
auf dem Amboss das Ding da eingepresst - paßt wie verückt!
Bei der Schnecke hatte ich ein ähnliches Problem,die hatte am
Ende auch eine recht große Aufnahme Öffnung,fast 2 cm.
Aber da ich die Schubladen grundsätzlich mit all so gesammelten
Schrott - Teilchen (was man halt so findet,ausbaut usw) voll habe,findet
sich auch schnell eine passende Loch Hülse,die dann die 5mm Achse
eines kleineren Zahnrades mit 85 Zähnen aufnimmt (in dieses greift
dann das Motorritzelchen mit 10 Zähne)
Auf der ATT 2001 hatte ich einige ausgemusterte Fernrohr Getriebeteile
erstanden,das war noch gute, alte Wertarbeit,dies kam mir jetzt bei
der Schneckenlagerung echt zu Gute!
Vor allem:dieses "Bauwerk" schreit regelrecht nach massiver Verarbeitung,konnte
ich früher schon mal "schlören",und etwas zu kleine Schrauben,
oder nicht genau passende Achskupplungen benutzen,wird das hier sofort
mit einem Defekt an der Schwachstelle bestraft! Ich weiß nicht,
wie oft ich den Antrieb wieder losgenommen, wieder auseinandergeschraubt,habe
um hier eine zu schwache Madenschraube zu erneuern, oder dort einen
kleinen Stift durch Ritzel und Achswelle zu treiben,weil es
einfach "durchdrehte": das dachte ich aber manchmal von mir auch,aber
letztendlich bekam ich es "ans Werkeln!"

Die Federn rechts sollten als eine Art Gewichtsunterstützung
dienen,sie liefen um die RA Achse herum und "ziehen"so mit zunehmender
Spannung an dem großen RA Rad ,wenn ich das Rohr ccw(counter
clock wise=entgegen der Uhrzeige Richtung) drehe. Je weiter
das Rohr(rechts,nicht sichtbar) Richtung Osten(links) gedreht wurde,um
so mehr nahm die Belastung durch das Gegengewicht zu (links,nicht
sichtbar) ,welches sich jetzt immer weiter Richtung Fußboden
neigte,diese Federn spannten sich jedoch kontinuierlich,und hoben
die Belastung wieder auf. Ich hab die Federn aber dennoch wieder
entfernt,weil sie echte Probleme beim Nachführen bereiteten,nicht
visiuell,aber deutlich auf CCD Aufnahmen. Diese Federn sorgten durch
ihre wenn auch winzigen Bewegungen für eine ganz leichtes Nachführuckeln!
Links diese Rolle drückt als Spanner auf die Kette,über
einen Seilzug kann mit dem Kettenspanner vorgespannt werden.(rechts
so eben als ein kurzes Stück Feder senkrecht zu erkennen)
Ja,ja,es soll Leute geben,die ihr Teleskop mit einem Akuschrauber
betreiben!!:-), nein,betreiben weniger,aber zum Testen ob der
Lauffreudigkeit ist da schon eine gute Idee. Jedenfalls ist man -
ruck-zuck - in jeder gewünschten Teleskop Position!
Die Deklinationsachse,noch
nicht von diesem elendigen RS Spieltrieb befreit,war der nächste,in
Angriff zu nehmende Punkt. Ein guter , leider viel zu früh verstorbener
Freund (Mach's gut,Udo!),der als Special Effekt Mitarbeiter u.a. beim
WDR sich viele Teile auch selbstbauen muß/kann/darf, räumte
letztens mal seine Schubladen um: von seinen Keller in meinen :-),
dabei befand sich auch ein recht brauchbarer Schneckentrieb 60:1.
Der Haken war bloß,daß die eingehende Welle Längsspiel
hat(hatte!),und somit ein viel größeres Spiel sogar als
die leidigen RS Getriebe,aber dieses wurde genigeil gelöst:eine
Stahlkugel wurde zwischen Motorhalterung und Schneckentrieb so plaziert,das
sie mittig auf das Zahnrad am Schneckentrieb Eingang drückt,und
dieses so am Längsspiel hindert ! (Siehe Photo,man sieht sie
zwischen dem Zahnrad rechts vom Gertriebe und diesem schrägstehenden
Stütze.Die Motorwelle /Ritzel greift hier nicht sichtbar unterhalb
des Zahnrades ein)
Abschließend hier noch mal eine Gesammtaufnahme des Zustands
vom Sept.2001. In der September Ausgabe der "Sky&Teleskop" stand
ein interessanter Bericht drin,daß man sich zur Schwingungsunterdrückung
an einem Refraktor oder Newton mit paralaktischer Montierung vom Kopf
des Teleskops bis an die sich mitdrehende,am Ende herausschauende
Deklinationsachse ein leichte Stange anbringen kann! Toll! Und
wenn ich keine sich mitdrehende Dekl.Achse habe?? Joo,dann muß
man die Stange an dem Ende drehbar lagern!!
Links
neben diesem runden,schwarzen "Teller"(Gewicht)ist so eine Lagerrolle
zusehen,stammt ursprünglich aus meinem Mitsubishi Lancer, wurde
bei der 100000 km Inspektion frecherweise durch eine Neue ersetzt,da
sagen die einfach"das muß so",und schon schmeißen sie
die guten Teile in' Schrott!! Ich mir das aber schnell da wieder rausgeholt,für
'ne Montierung iss sowas immer noch ausreichend!:-)))
Wie man in dem oberen Bild sieht,sind da zwei Querstangen lediglich
"reingemalt",auf dem orignal Bild fehlten die noch,aber erst durch
das reale Anbringen dieser beiden Stangen funktionierte es dann!!
Aber hier ist noch nicht Schluß,hier gehts weiter zum nächsten
Projekt, jetzt kommt auch bei mir die Wende :