Eine
etwas größere Klopapier Pappe!!(12/96-03/99)
Tja, dieser Eindruck kommt
einfach auf,wenn man zum ersten Mal dieses Ungetüm von Tubus
sieht, welches da am 18.12.1996 geliefert wurde. (Jetzt weiß
ich endlich was "Klopapierrolle" auf englisch heißt:"Sonotube!";-
) Gott sei Dank befanden sich da noch weitere Pakete im Schlepptau,
so daß da doch alsbald ein ansehnliches Fernrohr daraus entstand.
Natürlich nicht bevor der Tubus erst mal die Farbe bekam,die
ein Fernrohr haben MUSS: Schwarz!

Das hatte sich auch bis zu
so einer renomierten Firma wie Meade noch nicht rum gesprochen,(Moment,Herr
Wacker,es soll da aber durchaus auch anders lautende Meinungen geben,die
Weiß für die bessere Tubusfarbe halten,wegen der Termik
oder was!) dafür war es zumindestens vollständig.Gekauft
hab ich es übrigens bei der Münchener Firma
"Astrocom", bei
der ich auch später immer wieder bestätigt bekam, daß
ich auch NACH dem Fernrohrkauf gern gesehener Kunde bin, - NEIN,nicht
nur zum Geld einreichen, - auch wenn ich lediglich nur Fragen hatte!
Weiter: Daß dieses Gerät in irgendeiner Weise einen motorischen
Antrieb kriegen würde, war von vorn herein klar! Mein Hobby im
Hobby ist der "deepste Deep Sky", wenn man diese schwachen Lichteindrücke
registrieren will, MUSS das Bildfeld einen längeren Zeitraum
"stehen", da kann man nicht ständig hinterher "dobsen"! Mein
erster Versuch, dieses zu realisieren schlug fehl,
nicht etwa, daß dieses
Löt-Chaos links hier nicht funktioniert hätte, es war schlicht
und ergreifend von der Leistung nicht ausreichend, ich hätte
soweit untersetzen müssen, daß keine vernünftige Anfahrgeschwindigkeit
mehr möglich gewesen wäre, und nur Nachführung hätte
den Bau einer Kupplung..,ach, nä, aber wat nu?? Ich las
etwas von einem sogenannten "Dobe Drive". Durch Zufall stieß
ich auf die Adresse der Firma
Frank&Ending (beide
Amateur Astronomen der Sternwarte
Neumarkt) ,das ist eben der kleine Unterschied,so
ein Händler weiß eben besser,wovon er redet!) von
dort bezog ich im Dezember 1997 so einen "Dobe Drive II",für
schlappe 1300 Märker,was das nun ist, soll mal folgendes Bild
verdeutlichen:
Der Altitudeantrieb(Höhe)erfolgt über einen spann
- und lösbaren Zahnriemen, der Azimut(horizontal)über ein
ca. fünf Zentimeter großes,geriffeltes Stahlrad,welches
sich auf der unteren, festen Rundplatte der Montierung abstützt,
und so das Teleskop vor oder zurück bewegt.Das ganze wird von
einem Handsteuergerät mit einer umfangreichen elektronischen
Steuerung und Datenbank gesteuert.Man wählt zwei Sterne aus der
internen Datenbank, Fährt sie mit dem Teleskop an,(alignen heißt
der Vorganag)so daß die Elektronik anschließend "weiß",
wo das Teleskop hinschaut , dann wählt man Objekte aus der Datenbank,
die dann automatisch angefahren und nachgeführt werden! Ja? Denkste!
Jedenfalls nicht bei mir! MO-OMENT!! Nicht, das jetzt jemand denkt,
der Dobe Drive taucht nix, nein,ganz im Gegenteil,den könnte
ich heute noch blind empfehlen,es ist sogar so,daß man mich
firmenseitig vorher noch "gewarnt" hat,das ein 16" Teleskop etwas
zu schwer sein könnte,obwohl im Beiheft des D.D. ewas von
"bis zu 150 kg" steht! Nein,ich selbst hab gesagt"Ach,das klappt schon!"Aber
sie hatten Recht: der 16" ist einfach ein büschen zu schwer,aber
was hab ich gefummelt,um die Drehbewegungen so leicht wie möglich
zu kriegen. Ich füge aber hier mal ein,daß das Teleskop
in seiner heutigen, kilo-mäßig abgespeckten Version wahrscheinlich
doch gelaufen hätte! (Ein "Ultra Light Alu Dobson oder so was
hätte da bessere Chancen gehabt, aber von so etwas hatte damals
keine Kenntniss...
Teflons kann man hier getrost vergessen hier gehören Kugellager
als Laufräder hin, neun Stück unter der Grundplatte verteilt.
Auch die Mittelachse wurde kugelgelagert. Trotzdem:das Rohr war zu
schwer,da hilft auch keine "Brigitte- Diät" o.ä.:-))
Aber hier konnte mir Frank&Ending auch wieder helfen,lieferten
sie mir doch einen fertigen Metallkranz, 84cm Durchmesser, 4cm breit,
der im Außenbereich zwischen Rockerbox und Grundplatte befestigt
wurde,als Laufschiene für die Kugellagerung. Und ab hier hatte
ich eigentlich den meisten Spaß mit dem D.D.bis auf einige Laufaussetzter
funktionierte es eigentlich recht gut(was ich so aus dieser Zeit meinem
Beobachtungsbuch entnehme! Aber ein Willi muß immer was zu"
verbessern haben(einzig ich bin unverbesserlich!) Also,hab ich
überlegt, muß die gesammte Montierung erst mal leichter,
ich bastelte aus 8 mal 8er Holzbalken zwei "A",oben mit je einem Einschnitt
mit zwei Kugellager je Seite, in dem die Bearingräder lagerten
und liefen. Jetzt,so Anfang Juli 1998 kam ich erstmals auf die bekloppte
Idee, das Teil paralaktisch zu montieren, und zwar, in dem ich die
gesammte Montierung auf 52° Neigung bringe.

Ich brauche, glaub ich, nicht
zu erwähnen,daß das nicht funktioniert hat, man kann sich
gut vorstellen, daß die Schwerkraft hier ihren Spaß hatte.Es
fehlte einfach ausreichend Gegengewicht, also alles wieder zurück
ins azimutale Lot. Trotzdem:es hatte sich gelohnt,das Fernrohr lief
wesentlich leichter als vorher.Und da wir grade so schön dabei
sind,hab ich denn alles wieder abgerissen, und die ganze Monti
aus Alu gebaut! Im Fotoalbum steht:(Zitat)Am 17.12.1998 wurde die
alte(neue)Holzmontierung demontiert, alles in Winkelalu gebaut, das
Rohr größtenteils "ausgeschnitten"usw;Gesammtgewichteinsparung:ca.20
kg! Nachdem alles wieder instaliert war,der Computer sein zu Hause
unter dem Umlauf gefunden hatte, warte ich nur noch auf Sterne, um
das "Roboscope Programm" zu eichen,dann müßte, dürfte,
sollte alles klappen! (Zitat Ende)
Nearbe:Roboscope ist praktisch eine Steuerungserweiterung für
den Dobe Drive,mit automatischer Anfahrung und vielen Objekten drin,benötigt
aber einen zusätzlichen Computer.Irgendwie bekam ich dieses DOS
Programm aber nie richtig in den Griff (ich kann mich aber nicht
mehr erinnern,warum) aber dafür installierte ich das
"Guide" Sternkarten
Programm dadrauf,und benutzte den Bildschirm direkt als Aufsuchhilfe.
Dafür wurde der zweite Computer in einen extra dafür gebauten,
verschließbaren Wandkasten gesetzt.Feine Sache!
Dieses ersetzte mir ein größeres Schiebetischchen, auf
dem dann die Aufsuchkarten usw befestigt waren. Später wurde
dann anstelle des Wandkastens der richtige Kontrollraum
gebaut,da mußten dann die dahinter stehenden
Gartengeräte etwas zusammen rücken!

Anschließend hatte
ich auch meine beste Beobachtungszeit mit dem Teleskop als Dobson,sicher
hatte ich den immerwährenden Kampf mit dem Alignment(Magalan
I, dieser Handcomputer zum Objekte finden, diese handliche, elektronische
Aufsuchhilfe war mir immer eine große Hilfe,auch später
dieses Computerprogramm "Roboscope" wäre nicht schlecht gewesen,
aber durch meine teilweise doch mangelhafte Ausführung dieser
Umbauten hatte ich ganz schön zu kämpfen damit - einfach,
weil da doch so viel Spiel irgendwo im Systhem war, so daß die
Objekte oft nicht im Gesichtsfeld waren! Es lag schon einzig
an der Ausführung meiner Konstruktion, aber was soll ich machen??
Wenn ich mir mehr Zeit ließe, würde ich Weihnachten
2030 noch nicht beobachten können, Haus und Familie fordern halt
- man hat's nicht einfach!! (Bitte ein "Oooooh!! "für mich!!)
Anbei noch mal zwei Bilder:der Dob zu seiner "besten"Zeit,incl.eines
4,5" Leitrohr (ja, das war mal das 4,5" kleine Dobson!)

Und dann mal der Versuch eines" Fieldrotators"!
(braucht man ja beim photographieren mit einem azimutalen Fernrohr,dadas
Gesichtsfeld sich bei der Nachführung verdreht) Es hätte
auch funktioniert,gescheitert ist die Sache an dem völlig unzureichenden(total
wackeligen) Okularauszug. Nun kam aber erst mal eine weniger
gute Zeit,so Januar/Februar 99,das Wetter spielte nicht mit,und
ich bekam die Nachführung einfach nicht in den Griff mit
dem Dobe Drive Steuergerät. Zu diesem Zeitpunkt wollte
ich wohl ein Buch schreiben:"Willi, mein Leben mit Align!" Am 12.03.99
steht im Beobachtungsbuch:"Habe jetzt Kontakt zu einem Amerikaner
namens Mel Bartels aufgenommen!" Woher ich den Hinweis auf seine HP
habe,weiß ich nicht mehr, jedenfalls bietet dieser Mensch eine
Computersteuerung für Dobson(und auch "normale")Fernrohre an,deren
Umfang ich damals noch nicht ahnte! Auf seiner
Homepage
findet man auch den kompletten Bauplan für
das "Printed Circuit Board(PCB) - nicht, daß einer denkt,
das wär'n böser Husten!! Dieser" gedruckte Schaltkasten"
ist für die "Verständigung" zwischen den Schrittmotoren
und dem Computer da.
Um es mal ganz klar zu stellen:ich bin überhaupt kein Computerkenner
oder sonst was, ich hab mir das, was zum Betrieb eines solchen Gerätes
wichtigen Sachen aus Büchern oder von Bekannten angeeignet, also
alles autodidaktisch! Das Programm,welches "Scope Exe" heißt,läuft
zudem noch in DOS.Die Amerikaner machen noch viel in DOS, das stürzt
wenigstens nicht ab! Aber, ehrlich, man kommt da sehr schnell hinter,
man muß sich als Windows Anwender nur darüber im Klaren
sein, daß hier jeder Handgriff noch eingetippt werden muß
- DOS kann nix alleine! DOS macht aber nix, schaut mal unter Mel's
HP, unter"Motorizise the Teleskop, da weiter unten unter "Download",
und ladet die ersten beiden Dateien runter(exe und diese Data
Files), das Programm läßt sich auch"trocken"(ohne Mororen
und PCB) starten,und dann guckt mal auf dem Schirm unter "data files",wie
viele Objekte zu jedem Sternbild und auch sonst dort anwählbar
sind! Jedes dieser Objekte wird dann auf anklicken von "Move"(equat
oder altaz) automatisch angefahren.
Kurz
darauf ging sowieso einer der etlichen, noch folgenden Umbauten los...........