Hallo, guten Tag oder wie auch immer, ich möchte mich an dieser Stelle einmal vorstellen. Am 27.06. 1956 wurde ich in Burgsteinfurt bei Münster i.W. geboren als zweites Kind einer  Familie, wie sie halt so waren in der Spätnachkriegszeit. Viel hatten wir nicht, aber ich als Kind durfte zumindestens eine glückliche Kindheit verbringen. Wir durften ja noch richtig spielen draußen ohne den heutigen Technik Schicki Krimskrams und den ganzen Wald voll böse Onkels..:-)  Mit ca. 12 Jahren bekam ich von meinem Schwager ein sogenanntes “Robinson Fernrohr”. 3 cm Öfnnung (ja: 3! nicht 30!..) und 6 - fache Vergrößerung. Dazu ein Buch von Joachim Herrmann: “Leben auf anderen Sternen?” (Immer noch im Regal hier!)  Auf DIESEM Bild sieht man es, angebaut als Sucher  an meinem ersten Refraktor. Dann der erste Blick nach oben, spät Abends, im Winter, dicken Mantel an und das Fernrohr auf Mutters mannsgroßen Blumenhocker im Garten gestellt. Tja, da war’s passiert:  jetzt hatte mich auch der Astro - Virus infiziert (der “Musik - Virus” hatte schon vorher zugeschlagen..) Dieser erste Blick hat aber auch zukunftsorientiert etwas ausgelöst bei mir: diese unerklärliche “Fern - Sehn -Sucht”, dieses “was ist wohl dahinter?”, diese Faszination an dem, was uns alle beherbergt und meiner Überzeugung nach ewig und immer wieder unsere Heimat ist. Noch heute werde ich nervös, wenn ich von weit entfernten, exotischen, unbekannten, merkwürdigen usw.usw. Objekten höre und lese.  Da M-U-S-S ich dann einfach ran, das muß eingefangen werden (mit der Kamera).  Aber zunächst mal weiter in der Vorstellung. ich habe die Geschichte mit dem kleinen Röhrchen, einer einfachen Hallwag Sternkarte und ein paar Bücherei - Büchern, nicht lange verfolgt. Ich kam nicht weiter damit, verlor also das Interesse. Mitte 20 fiel mir eines Tages das erwähnte Büchlein wieder in die Hand, der Virus dadrin war noch immer aktiv und - Bums! - war’s erneut geschehen. Erst ein 60/800 mm Eschenbach Refraktor mit selbstgebauter Holz “Montierung” (na,ja..), später ein 90/1300, Polaris Refraktor, dazu eine kleine 2,5 m/2 Klappdachhütte. Das war schon mal was! Antriebe, Steuerung, hatte ich alles tw. aus Schrotteilen selbst gebaut, es gab noch keine Schrittmotoren für kleine Amateure, und autodidaktisch, wie ich nun mal bin, machte ich alles mit einfachen Elektromotoren und Uhrwerksteilen. Mein ganzer Stolz aus dieser Zeit war und ist diese Aufnahme:                                     Komet Halley,  (Details bitte aus dem Bildtext entnehmen) Mit Ablauf meiner ersten Ehe zerbrach auch diese Geschichte wieder, wurde aber Ende der 80.ger Jahre wieder aktiviert. Ich muß nicht sagen welches Buch (doch! tatsächlich!!) dazu beigetragen hat??  :-)) Beruflich bin ich nach einer Autoschlosser Lehre bei der DB irgendwann in den Lokfahrdienst gerutscht. Das war zwar oft für die Astronomie durchaus brauchbar mit den völlig unregelmäßigen Schichtdiensten, aber physich bin ich daran im Laufe der Jahre kaputt gegangen. Glücklicherweise konnte ich Ende 2015 in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Jetzt kann ich Astro machen wann ich (oder meine Frau..:-)) das will!!  Ich bin seit 1991 wieder verheiratet und habe zwei erwachsene Töchter. Technisch bin ich immer noch auf meinem “Schrott” - Stand: gebrauchte deutsche Montierung, ein recht gutes 12”/F4 Newton, die göttliche MTS 3, computergesteuerte Nachführung und eine 6 x 6m große Rolldachhütte (seit 1996 Und sie hält und hält..toi,toi,) und eine Orion G3 Kamera ( nach Jahren mit der Watec 120N  und 120N+)  Diese mit den “schnellen” Sony Chip’s bestückten Kameras erlauben mir in kürzester Zeit gaanz viel Lichtinformation zu sammeln, das später mit spannender Freude in den Bearbeitungs Programmen nach “Beute” untersucht wird. Und wenn ich dann mal ein “gar nicht mögliches Objekt” (wie der “Fachmann” meinen würde) damit herauskitzeln kann, es identifiziert habe, bin ich der glücklichste Mensch der Erde!!                                         Aber Vorsicht:  es ist eine unstillbare Sucht!!  :-))
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