VORWORT:
!!!
Dies
ist eine ältere, nicht mehr gewartete Seite, lediglich noch zur
Anschauung und Belustigung gedacht; Links, Adressen etc. könnten
mittlerweile ungültig sein !!!
Bislang wurde ausschließlich
die Mel Bartels (nachfolgend kurz "MB" genannt) Steuerung
benutzt und dazu Erklärungen und Hilfethemen geschrieben. Durch
einen technischen Totalausfall dieser Steuerung und Hilfe eines guten
Freundes bin ich nun Betreiber einer modifizierten MTS
3 von Boxdörfer. Die MB
Steuerung ist allgemein weiterhin absolut empfehlendswert, ich
habe sie 11 Jahre mit großer Freude benutzt (außer in
der letzen Zeit..:-(( , und sehr viele Astrofreunde-hauptsächlich
in Amerika- benutzen sie zu ihrer absoluten Zufriedenheit!! Ich habe
allerdings mittlerweile sämtliche Seiten darüber entfernt,
weil ich sie einfach nicht mehr auf dem Laufenden halten kann, dazu
gibt es aber im Internet genügend Inforamationen. Eine Seite
bezüglich der MTS Steuerung, bzw. was es zu dem Betrieb damit
zu sagen gäbe,entsteht demnächst, dazu muß ich erst
noch ein paar Erfahrungen sammeln! :-)))
Zum
Umbau:
Einleitung
zum Umbau eines Standard Dobson* Teleskopes zu einem Computer gesteuerten
"GoTo" Teleskop!
Die gesammte Anleitung soll nur als EINE mögliche Variante eines
Umbaus gelten, der bastlerischen Freiheit ist absolut keine Grenze
gesetzt!!
Was
erwartet einen hier, wie geht es weiter?:
Es
soll fortlaufend beschrieben werden, wie man aus einem Standard
Teleskop mit relativ preiswerten Mitteln , die auch noch in
(fast) jedem Baumarkt oder Fahradladen
zu bekommen sind, ein Computer gesteuertes, "GoTo" Teleskop macht,
mit
dem das Finden, Anfahren, und Nachführen einer Unmenge
von Objekten zu einem
echten Spaß wird. Wer dazu die Mel Bartels (MB) Steuerung benutzen
möchte, braucht noch einen Computer, oder Laptop, es genügt
aber einer, auf dem DOS läuft, da die MB im reinen DOS am Besten
läuft. Wer sich z. B. für eine Boxdörfer Steuerung
entscheidet, braucht höchstens einen Computer, um darauf ein
Planetarium Programm (z.B. Guide, Cartes Du Ciel oder The Sky) zu
betreiben, womit man wiederum auf die Steuerung zugreifen kann, sprich:
GoTo macht! Es geht aber auch ohne Computer.
Dieser (absolut freischaffend,
immer ausbau -fähige)
Vorschlag eines Umbau's kann natürlich keine Paramount ersetzen,
aber die werden sich die Meisten, denke ich, eh gar nicht leisten
können!
Ein DOBSON* muß es
nicht unbedingt sein, ich habe aber selber ein equatoriale Montierung,
helfe auch gerne damit weiter, so weit ich kann, aber da sich der
Umbau mehr oder weniger auf Dobson's bezieht, wird die Equat.Montierung
etwas vernachläßigt! Aber auch dafür gibt es Lösungen,
bitte sich mit mir in Verbindung zu setzen, falls Interesse besteht!
Schmutzige Finger" ist noch
die harmlose Variante, ehe blutige Finger( wenn man noch nicht so
oft gesägt hat in seinem Leben!:-)
Nein, Quatsch, aber es ist schon erforderlich, daß man
ein wenig heimbastlerisch veranlagt ist, eine Stichsäge, oder
einen Akuschrauber zu Hause hat (oder sich leihen kann) - (ein kleine
Schweißgerät* wär auch nicht übel),und auch etwas
bastlerisches Geschick besitzt (eine rege Vorstellungskraft ist auch
sehr gut, da entstehen oft die besten Ideen heraus..) Wenn jemand
einen "echten" Schrottplatz (Altmetall - kein Autoverwerter!)
in seiner Nähe hat: ruhig da mal durchstöbern ab und zu,
ich hab so manches Getriebeteil oder Sonstiges dort gefunden! Aber
vorher fragen,ob erlaubt; manche "Schrotti's" sehen es nicht
gerne, wenn man auf dem Platz rumschnüffelt!:-))
Aber der Reihe nach: Zuerst mal eine Übersicht, um was es sich
überhaupt handelt hier!
* wer noch nie mit einem E-Schweißgerät
geschweißt hat, sollte es machen lassen, ich warne davor als
Laie es selber zu versuchen, lebenslange Augenschäden könnten
neben schweren Verbrennungen die Folge sein
(vormals stand hier eine kleine Schweißanleitung,
doch ich hielt es für besser, diese zu entfernen. Wer allerdings
ein kleines Schweißgerät besitzt, wird das auch ausreichend
benutzen können, es bedarf keiner hochwertigen Schweißnähte!
:-))
Technik,
Komponenten etc.
Schrittmotoren
Die
braucht man für eine Computersteuerung eben, aber dazu schreib
ich selber lieber nicht viel, viel besser erklärt uns DIESE
Seite das!
Als Mechanik verwende
ich einen Kettentrieb. Entgegen allen Gerüchten ist die
gespannte Kette nämlich so gut wie spielfrei, und funktioniert
in der Praxis einwandfrei,man muß sich nur innerlich überwinden,
so etwas freiwillig zu benutzen :-))
Bei dieser Umbauversion wird die Kette fest um eine runde Scheibe
(Basisplatte der Rockerbox) gespannt, und das kleine Kettenritzel
greift direkt in die Kette ein. Alternativ kann man aber die Kette
auch um das kleine Zahnrad herumlegen, dann muß die Kette aber
an einem Punkt der Basisplatte festgeschraubt sein, da sie sonst rutschen
würde. Das geht im Nordteil der Montierung; ein guter 300°
Schwenk ist dann aber immer noch möglich, und das reicht eigentlich
allemal! Und wenn ich partout mal über diesen Bereich hinaus
schwenken muß, dann verdreh ich eben das ganze Teleskop ein
wenig, richte es auf einen bekannten Stern in der Nähe wieder
aus ("reseten" nennt man das) und schon gehts weiter...
Gut, bei kleineren Geräten kann man sich noch einen Schneckentrieb
leisten, aber für einen 10" oder größer wird das schon..teuer!!
Nurmal so nebenbei: ein guter Bekannter hatte mal vor einigen Jahren
gleich drei Schneckentriebe bestellt (weiß leider nicht, wo)
, mit 40 cm Raddurchmesser, für Stück!! über 2000 DM!!(soweit
ich das noch in Erinnerung habe..) Und wer kann(nä, besser: WILL)
das schon von uns....
Aber dazu später mehr....
Hardware/Mechanik:
FIRMEN ADRESSEN :
RS- Components: Getriebe: 4 NM 250:1 Bestell Nr: 718919
; Getriebe 4 NM 500:1 Bestell Nr. r: 718925,
Motoren: 2 Stück 191-8328,
oder wer Andreas' "Stangentrieb" bauen will,
möchte auf DIESER Seite nachsehen.
Schrittmotoren auch bei Jameco
in Amerika,problemlose Bestellung und Lieferung (Kreditkarte erforderlich):
Nema 23, 12Volt Schrittmotoren = 162026 CD (Product Nr 57BYG084);
5,4 V Variante: 223870CD (Prod.Nr 57BYG070)
Conrad:
Labornetzgeräte: Bestell.Nr: 51 00 77-50 (mit!! Ampere Anzeige,
wichtig!)
Bei Conrad gibt es auch die Drehteller, die man zwischen Grundplatte
und Rockerbox befestigen kann, damit sich das Teleskop leicht drehen
läßt!! (Danke; Robert!)
Getriebe: Das einzige Manko
dagegen sind die RS Getriebe, leider sind mir derzeit keine Besseren,-
ja nicht mal gleichwertig Andere bekannt! Die Getriebe selbst sind
absolut stabil gebaut, mit Stahl Zahnrädern, haben aber leidlich
Spiel! Wenn man an der Ausgangswelle dreht, merkt man das eigentlich
gar nicht so doll, aber über's Teleskop an den Himmel übertragen
sind das doch schon etliche Bogenminuten! Aber mit der "Backlash"(Getriebespiel
Kompensation) Funktion des Programms kriegt man das in den Griff.
Oder mal HIER nachsehen, beim Piet, vieleicht
ist das eine Lösung?:
Bestellen muß man:
dazu je einen Adaptersatz C Bestell Nr.: 718953, dieser enthält
die notwendigen Zahnräder und Schrauben. Preis ca: 8-10 Euro
(unter Vorbehalt) Man kann (am Besten) telefonisch bestellen
(06105/401-234 oder per E- Mail = bestellung@rs-components.com
aber auch online, bloß wird man da nach seiner Firma gefragt,
und wieviel Angestellte man hat und so'n Quark, mir hat die nette
Dame am Telefon gesagt, da könne man irgendwas reinschreiben,
das wäre egal. Ja, klar, auch wenn man gar keine Firma hat :-))
Motoren: Bei RS im 5 Volt
Bereich gibt es noch andere Möglichkeiten: Bestell Nr.440-442
ist ein 5,1 Volt Motor mit 1A, 50,5mm lang, Haltedrehmoment 500 mNm(Milli
Newton Meter); 191-8328 ist ein 5V, 1A Motor; nur
38,5mm lang, der mit 260 mNm, (Normalerweise wird Dieser benutzt),
und der "Lange" 191-8362: 5,4V 1,4A 76 mm lang,mit 882mNm der
Kräftigste.
Weiteres bitte auf der RS Seite nachlesen, gebt einfach irgendeine
Bestellnummer oben links im Suchfeld auf der RS Seite an, und schon
landet man bei den Motoren!
Bei www.rs-components.com/directory/germany.htm",gibt's
die nicht wesentlich teurer als aus Amerika hier in Germany zu kaufen,das
sind eigentlich die günstigsten Anbieter. Hier mal ein Mail -
Ausschnitt, den Andreas Kleindiek mir schrieb:
"Als Motoren habe ich 17 alte 5,25" Floppy - Laufwerke ausgeschlachtet,die
bei einer hiesigen Computer-Firma
herausgeflogen sind und auf den Schrott sollten. Die passenden
Motoren kann ich mir bei einem Bekannten auf einem Schrittmotor-Messstand
heraussuchen lassen. Die 5,25" Motoren aus alten Floppy's sind wirklich
nicht so schlecht wie ihr Ruf. Auch was das (bei Steppern ja magere)
Drehmoment angeht, können die durchaus mit teuren Modellen mithalten.
Nur die Präzision im mikroschrittbereich ist etwas schlechter,
wenn man extrem viele Mikroschritte pro Vollschritt anfahren will.
Da sind dann
nicht immer unbedingt die genauen Winkelbeträge gewährleistet.
Aber soo genau kann man eine Montierung eh nicht aufstellen um dann
die fehlenden Mikroschrittchen zu bemerken ..."
Man kann nichts verkehrt
machen, : wenn's falsch ist,knurrt und ruckelt der Motor nur. (Das
gilt aber nur für die Motorkabel, bei den Stromanschlüßen
natürlich ist absolute Vorsicht geboten, hier kann Verpolung
zum Super-Gau führen!!:-((
Am besten mit zwei Kabeln
anfangen,irgendwann auf einmal dreht er sich,der Motor. Wenn nicht,EIN
anderes Kabel nehmen! Die Drehung während des Ausprobierens macht
man per Taster auf dem Handpad,(aber auch die richtigen nehmen,nicht"UP"
drücken, wenn man den Azimut/Rektaszensionsmotor anschließen
will! Das sind die Fehler, die man einfach macht,die enden dann oft
mit einem derben Kopfklatsch+Fluch!) Für diesen Test den Motor
auf"TrackOn"zu stellen,ist nicht ratsam,weil man ja vieleicht die
Mikroschritte noch nicht entsprechend eingestellt hat,womöglich
dreht er sich in der Nachführung noch gar nicht,während
er im Vollschritt immer läuft!
Nachtrag:Vor kurzer Zeit
hab ich mir doch mal einen teuren Stepper der Firma Nanotec (www.nanotec.de;
Motor: SH5618L0707A)für fast 200 DM gekauft;die Mikrostepps lassen
sich doch genauer einstellen bei so einem Motor. Eventuell Interesssierte
müßten mal nachfragen bei Nanotec, ob es auch (ca.)5 Volt
Motoren gibt!
Nebenbei: die Größe
23 ist die Standartgröße, die in allen Standartgetrieben
equalänter Größe passen! Heißt: 6,731 cm Lochabstand
(diagonal) Die nächst kleinere Größe ist "17" mit
4.39 cm, aber das nur nebenbei.. Ob das nun Mel's Motoren oder RS
Motoren sind,die passen alle in das RS 4NM Getriebe, die Schrauben
und das passende Ritzel sind in der Adaptersatz Tüte.
UND!!: Just hab ich in einem Mail vom Mel aufgeschnappt, daß
er sein PCB mit 12 Volt fährt,und 6 Volt Motoren benutzt; die
6 Volt Oder z.B. die 3,5 Volt von Jameco)Motoren können weitaus
höher belastet werden (Ampere)dafür haben sie aber nicht
die Kraft der 12Volt Dinger..
Beispiel: 12Volt Stepper: 0.6 A und 6000 g/cm 2
6 Volt Stepper: 2.5 A und 3600 g/cm 2
- Fahradketten gibt es nahezu
überall; die Kettenritzel sind u.U. nicht überall zu kriegen,ich
kann da aber gerne aushelfen: wir haben hier einen Fahradshop in
der Nähe, der kann jede gängige Größe besorgen,ich
verschick die dann weiter bei Bedarf!
Dazu mal eine Teileliste: ausgenommen Mel's Set; oder u.U. statt
12 Volt Motoren die 5,4 Volt Variante)
zwei Getriebe: 250:1 und 500: 1 plus Adaptersätze (Zahnräder
etc.)
zwei Standard Fahradketten( keine Rennrad Ketten!)
zwei Standard Hinterrad Zahnräder 14 Zähne, 1/2"
(hier geht die Auswahl von 14 bis 24 Zähne, wie man möchte)
zwei Lochsägen, 25 - 63 mm (Baumarkt)
Satz kleine Feilen (verschiedene)
verschiedene 6 mm Schrauben, Muttern , Unterlegscheiben, je nach
Bedarf
Isolierband
Bindedraht
Bohrer 2, 6, 7,und 8 mm,
Zwei Komponenten Kleber oder GUTEN!! Sekundenkleber. ( von"Loctide";
die anderen taugen nichts, gibt's aber nur im Werkzeug- Fachhandel,
also nicht in den üblichen Baumärkten!)
Schraubstock :-) (muß man einfach haben...:-)
Spackschrauben (o.ä.) 4x40 oder 4x45
Metall Teile (Schienen, Bügel; etc. je nach Bedarf vom Baumarkt
oder einem Alteisen Handel (Schrottplatz; Autoverwerter sind da
weniger empfehlenswert) Ich kann mich hier leider nicht festlegen,
weil es von Teleskop zu Teleskop starke Unterschiede gibt, hier
muß jeder selber mal ein bißchen "spekulieren".
Frank war z.B. im Hagebaumarkt! (oder bei OBI??:-)))))
.Der
mechanische Umbau
Dazu
auch meinen herzlichsten Dank an Frank Hauswaldund Robert Brandt für
die Photos!
*Standard heißt Volltubus Dob; aber für Gitterrohr Dobsons
müßte es auch gehen...
Man kann natürlich seiner bastlerischen Freiheit freien Lauf
lassen, sei es man will Rutschkupplungen, oder Federmechanik,die die
Motor/Getriebe Einheiten immer auf konstanten Druck hält, oder
sonst was, egal: viel Erfolg beim Denken und Ausführen!!!
(Sieht man bei Frank's Ausführung z.B., so weichen die Foto's
tw.von der Beschreibung ab,weil hier durch vorhandenes Material eine
etwas abgeänderte Bauweise betrieben wurde; die Zeichnungen unten
(von Frank angefertigt) geben den eigentlich beschriebenen Umbau wieder.
Wogegen Robert sich recht genau an die Anleitung gehalten hat. Wenn
jetzt einer meint, Robert's Arbeit sieht aber besser aus, som darf
ich darauf hinweisen, daß es beim Frank sich lediglich um einen
Versuch gehandelt hatte, ohne großartig auf's Äußere
zu achten - sein 16" Umbau steht ja erst noch an!! (Ich hoffe, später
hier auch davon berichten zu dürfen!)
Ein Wort
noch zu den Getrieben: wir haben
ja von RS zwei Getriebe erhalten, ein "1:500" und ein "1:250" Damit
können wir die Deklinationsscheibe genau HALB so groß machen,
wie die Grundplatte in Azimut; benutzen im Azimut das "1:250"ger Getriebe
und für den Höhentrieb das "1:500" Macht: gleiche Untersetzungsverhältnisse
in beiden Ochsen - äh:Achsen!
Ein wichtiger Satz noch: es hat sich leider herausgestellt, daß
die Getriebe von RS zwar sehr robust, aber auch sehr viel Spiel haben,
ich denke, auf Dauer werd ich ganz von diesen Getrieben abraten, es
gibt da noch die Firma "Faulhaber",
die Getriebe von denen sollen aber besser sein, sind aber eher für
kleine Montierungen gedacht!! Nicht jeder hat einen brauchbaren Schrottplatz
in der Nähe, auf dem er ab und an brauchbare Getriebe-/Antriebsteile
findet!! Und nicht jeder ist so geschickt sich diese "Wurmantriebe"
aus (Epoxi?) Plastik selber herzustellen, allerdings hat sich auch hier
gezeigt, daß diese Epoxi Getriebe Stangen nicht sehr dauerhaft
sind; sie "lösen sich innerhalb kurzer Benutzungszeit auf", wahrscheinlich
durch zu hohen Druck......??!! aber nun endlich darf ich etwas dazu
mitteilen:
DAZU kann ich Dank dem fleißigen Bastler und Sternfreund
Andreas Krick jetzt einen weiteren Antrieb "anbieten", der von Andreas
selber entwickelt und gebaut worden ist, und dessen Anleitung er mir
zur Veröffentlichung hier auf dieser HP zur Verfügung gestellt
hat: Herzlichen Dank, Andreas!!:-))
Desweiteren hab ich selber jetzt so einen Antrieb gebaut, und bin fassziniert
von seiner Funktion, weswegen ich nur raten kann: wer an seinem Teleskop
die Möglichkeit hat, einen "Gewindestangen-Schneckentrieb" an zu
bringen, sollte dies der Kette absolut vorziehen, ich überleg auch,
den ganzen "Kettenkram" hier heraus zu nehmen, zumal man mit dem Stangentrieb
auf diese unmöglichen RS Getriebe verzichten kann, dort genügt
eine eine einfache 1:2 Zahnraduntersetzung als Vorgetriebe, die man
aus einfachen Zahnrädern (eventuell von "Conrad") konstruieren
kann!
UND!: will man die Montierung
auch fotografisch nutzen, bitte bei Getriebe Selbstbauten oder Umbauten
auf höchstmögliche Präzision achten, jede noch so kleine
Abweichung zeigt sich gnadenlos auf dem Bildschirm später als
"wanderndes Bildfeld"!!
!!!Etwas anderes Wichtiges!!: es dürfen auf
gar keinen Fall irgend welche Bohr - oder Schleifspäne in den Schrittmotor
gelangen, unbedingt die Achswelle am Motorblock und auch die Achsöffnung
auf der Rückseite mit etwas Isolierband abkleben!!!
Fangen wir mir der Grundplatte
der Rockerbox an: der Frank hat sich mal die Mühe der zeichnerischen
Darstellung gemacht,hier mal für eine Grundplatte mit 52 cm D.
Wer sich eine
Grundplatte selber anfertigen möchte/muß, findet HIER
Hilfe eine wirklich RUNDE PLATTE her zu stellen (Und wieder ein herzliches
Dankeschön an Robert Brandt für diesen Tip!!)
Jedoch das WICHTIGSTE ist: läßt sich das Teleskop LEICHT
drehen?? (welches umzubauen gilt, also schon vor dem Umbau!!)Mit einem
Finger oder Daumen muß es sich realtiv gut bewegen lassen. Was,
wenn nicht?
Es gibt so "Drehteller" aus Plastik, z.B. um einen kleinen TV darauf
zu stellen, oder sonst etwas, was man leicht rotieren möchte,
die eignen sich wunderbar. (gibt es bei "Conrad"!!) Diese Drehteller
kann man auseinander machen,(geht schwer, sieht auch so aus, als wollte
es nicht, und dann macht es "BANG!" und du hast zwei Hälften,
aber es ist nicht kaputt, sondern lediglich die stramme Steckverbindung
auseinander gegangen:-) und jeweils die Ober- und Unterhälfte
unter die Montierungsplatte und auf die Grundplatte schrauben, als
Ersatz für die Teflon's. Oder man besorgt sich 6 kleine Rollenlager
(Baumarkt) und schraubt diese in gleichmäßigen Abständen,
aber NICHT GANZ am Außenrand, sondern ca. 1/3 vom Rand
weg zur Mittelachse hin. Man muß aber etwas Holz ausstechen
an der Stelle, wo sie angebracht werden sollen, da die kleinen Rollen
sonst auf dem Holz auf liegen.
In Deklination gilt das Gleiche, schööön leicht muß
es laufen, ansonsten auch hier diese Lager verwenden. Ein Nachteil
ist, daß das Teleskop MIT diesen Rollen seeeeehr leicht läuft;
hauptsächlich in Deklination; will man später "manuell"
beobachten, muß das Teil schon seehr ausbalanciert sein, sonst
wird das Beobachten zur Qual!
**Wir nehmen eine Fahrad
Kette, und legen sie stramm um die Montierungs Platte; also die, wo
die Rockerbox drauf ist, nicht um die feststehende Grundplatte!
Die Enden werden mit einem Stückchen Draht zusammen gedrillt,
so daß die Kette nicht wieder abfällt. Die Kette hat ja
von der Seite betrachtet eine Art Wellenform wie eine liegende Acht,
und jeder dieser "Hügel" soll ein wenig in das seitliche Holz
der drehbaren Grundplatte eingelassen werden.Man kann das erreichen,
in dem man die Kette mit einem Hammer leicht in das Holz einschlägt!
Oftmals ist auch ein Kunstoff Ring oder Ummantelung rings um die Grundplatte
angebracht, den muß man vorher entfernen.
Ketten kürzen kann man auch selber, mit einem "Dorn" oder
"Durchschläger" wird an passender (vorher ausgemessener) Stelle
der Kette der Niet herausgeschlagen, ( Schraubstock wär nicht
schlecht..oder eine kleine Mutter unterlegen,zum Rausschlagen?)und
die Kette mit einem Kettenschloß wieder verbunden, oder-falls
nicht paßt, mit Draht zusammengdrillt und mit zwei "Spackschrauben"
oder Holzschrauben (je Seite eine) festgeschraubt.(Aku-Schrauber wär
nicht schlecht...:-) Sicher kann man über diese Stelle nicht
mehr "fahren", aber man kann sich diese Stelle in den Nordbereich
der Montierung legen, da braucht man meist sowieso nie drüber
hinweg fahren. Kleines Hindernis, dürfte aber nicht sonderlich
stören. In Altitude (Dekl.) gilt das Gleiche, hier noch weniger
störend, weil eh nur max. 90° gefahren werden braucht.
Dazu von Frank:"die Kette auf dem Antriebsrad hab' ich als "Vollkreis"
um die Holzscheibe gelegt (360°- Drehung möglich!). Dafür
muss mit der Zahl Pi natürlich genau der Radius der Holzscheibe
bestimmt werden, wenn man eine neue Grundplatte bauen möchte.
Den oberen Rand der Scheibe habe ich dann mit einer Feile angeschrägt,
sodass die Kette zumindest schon mal über die Kante geht! Dann
Stück für Stück runterdrücken (evtl. vorsichtig
hämmern). Durch die Spannung drückt sich die Kette dann
von ganz alleine ein winziges Stück ins Holz, sodass sie auch
nicht mehr durchrutschen kann; Bohrungen sind also auch nicht nötig!"
Aber
auch ohne Nut kriegt man die Kette recht fest, wenn man sie etwas
in das Holz einschlägt ringsherum, sollte es gar nicht gehen,
wird sie stramm gespannt und dann im "Norden" der Montierung(Grundplatte
mit je einer Schraube festgemacht; man kann dann zwar keine 360°
mehr drehen, aber das stört später nicht sonderlich! Und
will man doch partout mal in diesem Bereich beobachten, hebt man einfach
das ganze Fernrohr mit Montierung hoch und versetzt (verdreht) es
ein Stück, dann einfach einen hellen Stern aus der Datenbank
wählen, anfahren,zentrieren, "reset" drücken, fertig!
TIPP: Genial finde ich Frank's Idee,Laufschienen für Schubkästen
(oder auch Schubladen Scharniere)zu benutzen! Man nimmt zwei
davon,setzt oben quer ein Flacheisen, auf dem man die Motor/ Getriebe
Einheit befestigt. Jetzt kann man die Einheit ganz leicht hin und
herschieben, jetzt kann man zwei lange Federn versuchen
zu kriegen, nicht zu starke, die so befestigt werden, daß sie
die Einheit Richtung Kette ziehen. Wahrscheinlich muß man aus
Platzgründen diese Federn wieder nach hinten führen, also
je um eine Spackschraube links und rechts des Antriebs in die Grundplatte
geschraubt,herumführen und dort irgendwo befestigen, auch mittels
einer Spackschraube, oder: man nimmt gleich ein paar kurze Federn
oder auch Gummi's, müßte man ausprobieren! (Beizeiten
gibt's noch mal eine Ilustration oder Foto)
Es fällt auch auf, daß die Fotos hier von der Beschreibung
abweichen, Frank hatte eben zufällig anderes Material zur Verfügung,
und wenn man erst mal das Prinzip verstanden hat, kann man ja versuchen,
was man will!
Normalerweise haben die Rockerboxen oben einen halbrunden Auschnitt,
mit Teflons drin, in denen die beiden Bearingräder laufen. Das
Altituden Antriebsrad mit der Kette drum kann einfach an eines der
Bearing Räder angeschraubt werden, so daß es, wenn es in
der Auspsrung liegt genau in das kleine Kettenrad des Getriebes zu
liegen kommt. (Eventuell mit Federdruck an der Motor-Getrieb Einheit?)
Einziges Problem könnte sein, das beim Antreiben der Tubus nach
oben gedrückt wird, durch den Antriebsdruck, dann müßte
man eine Art halbrunde Lasche über jedes der beiden Bearingräder
befestigen, logisch: schrauben, da mit man sie wieder entfernen kann,
um den Tubus herausheben zu können. Ich habe hiervon mom keine
Fotos o.ä. , hoffe aber, mal etaw in dieser Art hier reinsetzen
zu können, obwohl ich mir fast sicher bin, das diese Erklärung
verstanden wurde, oder??
Im Höhentrieb kann man z.B. den Antrieb auch von unten eingreifen
lassen, inclusive dieser Laufschienen, dann würde die Einheit
durch ihr eigenes Gewicht immer optimal in die Kette eingreifen.
Diese ganze Geschichte ist aber eigentlich nur erforderlich, wenn
die großen "Räder", um die die Kette(n) gelegt sind, nicht
ganz genau rund sind; SIND sie rund ; kann man besser mit den Winkeln
und Flügelschrauben die Einheit befestigen, weil: fest ist immer
besser!
Es besteht auch die Möglichkeit - vor allem bei MOntierungen,
die man später mit Sicherheit nicht um 360° schwenken kann/will
- die Kette UM DAS KLEINE ZAHNRAD HERUM zu legen, dazu muß natürlich
an dem gegenüber liegenden Punkt des kleinen Zahnrades die Kette
im Holz der Grundplatte festgeschraubt werden( mit einer oder zwei
Spack- oder Holzschraube/n) Das hat den Vorteil, daß man sich
die Kette gut stramm spannen kann; keinen Federmechanismus braucht,
der den Motor/Getriebeblock auf Spannung zieht, und somit das Spiel
(Backlash) minimiert! Leider kann man aber dann auch keinen 360°
Schwenk mehr machen (geht ja nicht über die angeschraubte Stelle
der Kette hinweg!); aber: muß man das überhaupt?? In Deklination
sowieso nicht, da empfiehlt sich das Festschrauben sogar! Denn:
die Kette KANN nicht rutschen!!
Dazu
mal ein Photo, wie es in "Echt" ausieht:
Rechts ist der Azimutantrieb zu sehen, der in diesem Fall ohne Leitschienen
auskommt,das muß man selber probieren, ob es seitlich "ausschlägt"
beim Drehen, oder stramm genug mit den Flügelmuttern festgezogen
werden kann; dazu ein Detail Foto:
Dazu der Altituden Antrieb:
Was
rechts wie der Rest einer Billig Equat. Montierung aussieht,....ist
es auch!!! :-)) Der Kork dient zur Geräuschdämmpfung,
eben so wie oben zu sehen, die ganzen "Auschnitte" in der Rockerbox!
Durch das Loch sehen wir einen kleinen Ausschnitt eines Zahnrades,
das ist ein Riesen Messingrad mit 288 Zähnen! Auch sowas wurde
mal gebaut, saß früher mal in einer elektromechanischen
Stempeluhr Anlage, alles - natürlich: - vom Schrott!!
Wie in aller Welt kriegt
man denn nu diese 16 - zahnigen Kettenräder mit dem Riesenloch
auf die kleine (7 mm)Getriebewelle??
Ich behelfe mich mit etlichen Gängen zum Schrottplatz, da findet
sich immer etwas Passendes, wie oben die alten Motorad Ritzel z.B.
- Lösung 1) wir besorgen
uns aus dem Baumarkt zwei Lochsägen, das sind diese Teile zum
Aussägen der Räder für das Holzwägelchen für
den lieben Kleinen, oder Steckdosenlöcher in den Putz einfräsen.
Die runden Sägeblätter brauchen wir nicht (wer weiß,
vielleicht nehmen sie die zurück??:-))))), den Bohrer auch
nicht, wenn man die Schraube löst, kann man den Bohrer rausziehen.
Eventuell muß diese Öffnung noch etwas aufgebohrt werden,
erst mit einem 6 mm Bohrer, dann mit 7 mm, damit es auf die Getriebewelle
paßt. (Schön grade bohren!)
Der gewitzte Tiefkellerbastler kann sich jetzt schon vorstellen,
daß auf diese Lochsägenscheibe prima das Kettenrad befestigt
werden kann. Wir halten es mittig!! drauf auf die Lochsägenscheibe,
machen drei Markierungen für die Bohrlöcher, und bohren
mit 6 mm durch die Lochsägenscheibe, am Kettenrad an den gleichen
Stellen auch, und schon können wir das Kettenrad auf der Lochsägenscheibe
befestigen, aber aufgepaßt: nicht ganz flach drauf, sondern
mit etwas Abstand, so daß die Kette noch Platz hat, einige
Unterlegscheiben je Bohrung sorgen für die nötige Distanz!
Ausprobieren durch Kette dranhalten. Die Kettenräder sind sowieso
nicht flach, sondern leicht gewölbt, wo durch der Mittelbereich
des Ritzels etwas erhaben ist. (Es gibt aber auch flache Ritzel!)Bevor
nun das Kettenrad auf die Getriebewelle aufgeschlagen wird (Vorsicht,
nicht zu wüst kloppen!!), an der Stelle, an der die Schraube
der Lochsägenscheibe kommt, etwas einschleifen. Mit einer kleinen
Vierkantfeile; damit sich der Zahnradaufsatz nicht verdrehen
kann. Sollte das alles nicht helfen, ein zwei Millimeter Bohrer
nehmen und einmal ganz durchbohren durch Scheibe und Achse, und
da einen kleinen Nagel als Splint durchstecken und befestigen (umbiegen
oder ankleben)
Dazu ist aber Dieses
wichtig zu beachten!!
Achtung:(anbringen des Motors an das Getriebe): schlägt man später
das Ritzel auf die Motorwelle auf, MUSS rückwertig am Motor eine
Schraube, Dorn oder ähnliches als Gegenstütze angesetzt
werden, damit man die Motorwelle nicht herausdrückt. Am Besten
eine 8 mm Schraube in den Schraubstock spannen, so daß das Gewinde
nach oben schaut, darauf die Motorwelle (Motor Rückseite) aufsetzten,
und jetzt kann das Ritzel aufgepaßt -oder aufgeschlagen werden.
Wahrscheinlich aber wird es recht leicht draufgehen, dann muß
man es entweder mit Sekunden Kleber (möglichset den originalen
von Loctide, die anderen taugen nicht, oder zwei Komponenten Kleber)
befestigen, oder wieder mit einem 2 mm Bohrer durchbohren, durch die
Welle durch. Unterhalb der Zähne ist so eine Art Hülse,
da kann man gut durchbohren. Aber Vorsicht!! Die Welle zum Motor Eingang
abkleben, Motor rückseitig auch!!
Lösung 2) es gibt sogenannte
Distanzhülsen (oder Gewindehülsen!) in jeder Größe
(Baumarkt), wir brauchen 7 mm; was sich auf das Gewinde darin bezieht.
(Sollte es die 7 mm Hülsen nicht geben, müssen wir 6 mm
nehmen, und jemand treffen, der einen Schleifstein hat; dann muß
die 7 mm Getriebe Ausgangswelle auf 6 mm abgeschliffen werden, oder
vieleicht paßt es ja, die 6 mm Hülse auf zu bohren BIS
ZUR HÄLFTE!! aber nur, im oberen Teil der Hülse brauchen
wir das Gewinde noch!! Wir besorgen uns einige Unterlegscheiben,
wobei man zuerst eine braucht, deren Loch nicht größer
als 7 mm ist, die kommt auf den Teil der Distanzhülse, wo das
Gewinde noch intakt ist. Dann brauchen wir eine, die genau in die
vertiefte Fläche des Kettenritzels paßt ( wer weiß,
vielleicht paßt das schon mit der Ersten, die sollte dann aber
nicht zu dünn sein, sonst besser zwei oder drei nehmen!)
jetzt kommt das Zahnrad und abschließend oben drauf noch eine
Scheibe, mit der man das Zahnrad andrücken kann, wenn jetzt eine
7 mm Schraube( bei der 6 mm Hülse natürlich eine 6 mm Schraube)
in das Gewinde der Hülse gedreht wird. Wenn alles paßt,
mit zwei Komponenten Kleber oder Sekunden Kleber zusammen pappen und
FEST drehen. Jetzt müßte das Zahnrad fest auf der Hülse
sitzen und nun wird diese (bei einer 6 mm Hülse der aufgebohrte
Teil) auf die Achse gesteckt, auch hier wieder mit zwei
Millimeter durchbohren, und einen kleinen Splint (Nagel) durchstecken
Den Motor erst anschließend an das Getriebe schrauben, wegen
der Späne beim Bohren und Schleifen!
Wer ein Schweißgerät bedienen kann, kann natürlich
dieses benutzen, anstatt zu kleben!
Dann braucht man noch ein paar passende Metallbügel (eventuell
gibt es die fertig im Baumarkt, ansonsten müßte man sich
die selber biegen, ich denke, das Foto oben zeigt deutlich, wie es
gehen soll. Findet man keine Metallteile mit Längsloch, so muß
man halt zwei,drei Löcher hintereinander bohren, so daß
sie sich etwas überschneiden (Vorsicht!! Bohrmaschine kann sich
schnell verhaken, bzw, festklemmen!!) so das praktisch schon ein Längskanal
entsteht, der dann mit einer kleinen Flachfeile ausgefeilt werden
muß..
Die Motor/Getriebeeinheit ist lediglich zwischen diesen Laschen und
mittels der beiden langen Schrauben festgeklemmt, das hält!
Weiter geht's mit dem Höhentrieb!
Was im Azimut schon funktioniert,kann im Prinzip genau so im Höhentrieb
gemacht werden, der Frank hat sich mal die unendliche Mühe gemacht,
davon eine Zeichnung an zu fertigen, ich denke schon fast, daß
sie alles sagt, was es dazu zu sagen gäbe,oder?
(Die 27 cm Durchmesser der Altscheibe oben beziehen sich auf
die Hälfte einer angenommenen Grundplatte von 54 cm Durchmesser)
Halt, es gibt doch noch etwas dazu zu sagen: u.U.kann es von Nützen
sein, wenn man den Tubus einfach herausheben kann,(Transport)
dann
müßte man sich einen Schlitz machen nach oben, wo der Tubus
mit dem angebauten Kettenrad einfach rausgehoben wird, andererseits
wieder eingelegt werden kann, so daß das kleine Kettenzahnrad
am Getriebe wieder in das große seitliche Kettenrad eingreift.
Eventuell links und rechts an der Rockerbox eine Lasche zum Umklappen
und arrietieren anbringen die ein nach oben Rutschen des Tubus verhindert.
Dies gilt nur hier für Frank seine Konstruktion,Leute mit einem
Standart Dobson brauchen das nicht, da liegen die Bearingräder
sowieso in nach oben offenen Halbmulden.
Dazu ein Foto, wie
der Frank den Alt. Antrieb gemacht hat: mittels eines großen
Messingzahnrads vom Schrott! Es ist natürlich alternativ
auch möglich, die gleichen Metall Winkel und Schienen wie im
Azimut zu benutzen, wenn man kein Halterungsbrett bauen möchte!
Obwohl mir die obige Version eleganter erscheint. Oder: man macht
es im Azimut genau so: Antriebseinheit auf ein Brett setzten, welches
- wie hier - ein oder ausgerückt werden kann. Ach, man kann so
viel machen...:-)
Zu dem Thema Backlash/Spiel etc. schrieb mir Robert neulich: " Da
mein Backlash in AZ über 30 ` war, auch wegen des zu großen
Zahnradsspiels, habe ich die Kette hier umlaufend und auf ein kleines
Ritzel einer Kettenschaltung, gelegt (10 Zähne)Das Zahnradspiel
ist nun völlig weg und das Backlash mächtig reduziert."
Dazu-auch vom Robert- noch eine sehr interesante Adresse: Schneckenräder
selber herstellen!
WICHTIGES
Hier noch ein paar Nachträge/Einwürfe
von uns:
2.)die Motor-Getriebe-Einheit
im Azimut sollte auf einer Schiene (Schubladenelement z.B., aus'm
Baumarkt) beweglich angeordnet sein (wegen dem nötigen Anpreßdruck,
falls die Antriebsscheibe nicht zu 100% rund ist. Es geht aber auch
direkt auf dem Holz zu bewegen, wenn man die Schrauben nicht alzu
sehr anzieht, aber auch nicht zu lose, sonst hat's Spiel!
3.)das Problem der Geräuschentwicklung
ist nicht zu unterschätzen , hierzu probiere ich gerade noch
einige Ideen, die mir noch eingefallen sind... Vergessen darf man
aber auch nicht, daß bei Dobson Betrieb immer BEIDE Motoren
laufen, also Doppel Gejaule!!
4.)damit die Scheibe im Azimut
leicht drehbar ist und satt und plan aufliegt, hab ich mir Folgendes
überlegt : dünne Sperrholzplatte mit zentralem Loch im selben
Durchmesser wie die Antriebsscheibe aussägen/ Aussparungen radial
aussägen/ in diese Aussparungen ca. 3 cm lange Stücke eines
Metallrohres (Durchmesser ca. 1 cm) legen/ darauf die Antriebsscheibe
"rollen" lassen! Müsste billiger und noch effizienter sein!
5.)beide Antriebseinheiten
sollten beweglich angeordnet sein (mit Flügelschrauben und Einschlagmuttern
fixieren), damit weiterhin "gedobst" werden kann! Außerdem ist
das besser für den Transport, sonst haut's dir (durch die Hebelwirkungen
vom Tubus bei zu großen Bewegungen) zumindest am Höhentrieb
das Zahnrad um die Ohren.
Abschließend
hier mal zwei Ansichten des umgebauten Teleskops: (Leider etwas dunkel
:-((
Dazu ein paar Fotos von
Robert Brandt, der z.Z.(äh: damals..:-) dabei ist, ein 10" Galaxy
Teleskop um zu bauen, dazu hat er sich eine komplett neue Rockerbox
gebaut (sicher ist sicher,und daß das auch noch gut ausehen kann,
sieht man:-)) Eine detalierte Erklärung dazu folgt noch. Zuerst
mal die Gesamtansicht:
Und der Azimut Antrieb: Hier kann man sehr schön die Zahnradbefestigung
,die nicht mit einem Lochbohrer, sondern mit den Teilen, wie sie weiter
unten auf einem Bild dargestellt sind,gemacht wurde. Andreas benutzt
auch diese Methode, so daß ich denke, daß dies die beste
Lösung ist! 
Und der höhenverstellbare Altantrieb:
Sieht
doch richtig gut aus, oder??
Und hier gleich die nächsten Bilder von diesem gelungenen Umbau:
Die
Einzelteile, um das kleine Kettenrad befestigen: Es sind 2 zusammengeklebte
Beilagscheiben, die genau in den Zahnkranz passen. Es mussten nur die
Einkerbungen eingeschliffen oder gefeilt. Aber
auch hier hat die Erfahrung gezeigt, daß eine DURCHGEHENDE Schraube
mit Mutter (oder ein Splint)besser vor Durchrutschen (und somit Backlash)
schützt. Die oben im Bild links zu erkennende Hülse
mit den zwei Schrauben mag zwar im ersten Augenblick einen festen Halt
vortäuschen,kann aber durch den seitlichen Druck in die Kette (noch
schlimmer ist, wenn die Kette um das Ritzel herumgelegt wird, was zwar
für den Antrieb besser ist(weniger Spiel) aber genau dieses durch
diese Klemmung wieder zunichte gemacht werden kann!!) (zurück
nach oben)
werden.Das ganze wurde noch in das Zahnrad mit Klebstoff befestigt.
Der Getriebeachsendurchmesser beträgt 8mm und ist schon
abgeflacht, so dass die aufgebohrte Gewindeverbindung gut mit
Schrauben befestigt werden kann.
hier dazu die Komplettansicht: Altitude:
und, unten links, Azimut(man beachte die Federn!):
Und
was hat der gute Robert dann gemacht? Seinem "Schätzchen" ein Zuhause
gebaut, Klasse!!
Einen weiteren gelungenen Umbau gibt (gab) es von Andreas Krick zu melden
:
- Dazu ein paar Fotos:
Auch
hier wird eine Feder benutzt, um den Azimut Antrieb spannend in
der Kette zu halten (gutes Deutsch!:-) Leider hat der Andreas kein
besonderes Glück mit dem RS Getriebe gehabt, büber 20'
Backlash, was NICHT alleine auf den Ketteneingriff zurück zu
führen ist; wenn ich bloß noch eine ander Firma wüßte,
die STABILE! Getriebe baut...
Hier sieht man mal beide
Antriebe, übrigens: der Backlash des Altitudentriebs ist grade
mal 3'! Solch eine Netzgerät, wie im Hintergrund zu sehen,
ist echt ideal für unsere Zwecke(sofern man stationär
bleiben kann/will/ muß) Reegelbar bis 30 Volt; bei E-Bay(Firma).
Sobald ich weiß, wie das heißt und wie teuer, schreib
ich das hier..
Die Federn sind übrigens
die ehemaligen Alt- Federn vom GSO Dobson.
- Später kam Andreas dann
auf eine geniale Idee, das müßt ihr euch mal ansehen,
einen Zahnkranzantrieb
mittels Gewindestangen!!!