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Ich bin nicht wesentlich anders zur Astronomie gekommen als geschätzte 95% aller anderen Sterngucker auch. Irgendwann wird das Interesse geweckt, früher bekam man ein kleines Fernröhrchen (was im Nachhinein nicht unbedingt falsch war, man lernt dadurch mehr und besser) Heute bekommen Anfänger schon mal als Erstes ein20 cm Spiegelteleskop, was nach einigen Wochen frustriert in die Ecke geschoben wird. KANN! Muß nicht! Mein erstes Fernrohr, ein sogenanntes “Robinson Fernrohr”                                          schenkte mir mein Schwager im Alter von 12 Jahren. 3 cm! Öffnung und 6 - fache Vergrößerung, für den Anfang war                                          ich jedenfalls begeistert. Ich vergesse nie, als ich das Fernröhrchen auf einen großen Bast - Blumenständer im Garten stellte und zum ersten Mal diesen verschwommenen Nebel im Sternbild Orion betrachtete. Als Material hatte ich eine Hallwag Sternkarte aus der örtlichen Buchhandlung.  Und das schöne Taschenbuch: “Leben auf anderen Sternen?”                  von dem ehemaligen Leiter der Sternwarte - und Erbauer des Planet -                  arium Recklinghausen, Joachim Herrmann. Diese Buch sollte                  mich mehr als einmal zur Astronomie zurückbringen; arg mitgenommen                 steht es heute noch in meinem Bücherregal!     Tja, aber auf                    sich alleine gestellt, ohne weitere Hilfestellung erlahmte das Interesse bald wieder.    
               Viele Jahre später,  mittlerweile 25 Jahre jung - und aus der Zeit stammt das Foto rechts                bekam ich, angeregt durch eben dem erwähnten Büchlein, wieder richtig Interesse an den                rätselhaften Tiefen des Universums. Zunächst gab es für 250 DM einen “Eschenbach                Refraktor, 60 / 710mm. Die azimutale “Montierung” habe ich sofort gegen einen ersten                Bauversuch einer parallaktischen Montierung (lach..) getauscht. Ein altes Mikron Galgen -                stativ, etwas Holz und schon sah das äusserlich schon nach was aus. Die Ra / Dekl.                Scheiben sind selbstgezeichnet. Später habe ich sogar mal Kienzle Tachoscheiben dafür                benutzt.     Nebenbei: das schlanke, aufgesattelte Fernröhrchen links im Bild ist das oben                erwähnte “Robinson Fernrohr”.
              Das “richtige” Basteln ging dann los mit dem Erwerb 90/1300-mm Polaris Refraktor der Firma              “Vixen” für stolze 1500 DM.  Säule etc. vom Schrott, Getriebe aus alten Uhrwerksteilen,               Elektromotoren aus dem Hobby Laden. Die Motoren wurden über einen 24 - Weg Schalter               geregelt, der jedesmal einen Widerstand mehr dazuschaltete (unten der lange “Stift” ober -               halb der beiden Drehpotis. Diese widerum waren für die Feinregelung: damit dimmte man               eine kleine Glühbirne innerhalb des Motor Spannung Kreislauf, die Motoren wurden gering -               fügig langsamer. Eine mechanisch “angepasste” Sternzeituhr war für die Stundenwinkel               Berechnung wichtig. Wie das funktioniert hat, seht ihr nächste Seite.....