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Schon als 12 - jähriger Junge durfte ich die Faszination des Fotografierens kennen lernen. Mein Vater hatte in den Kriegsjahren aus Griechen - land eine Agfa Balgenkamera mitgebracht. Diese Kamera hatte einen mechanischen Zeitauslöser, damit konnte man - sozusagen - die ersten “Selfies” machen. Ich erfreue mich heute noch  an diesen schwarz - weißen “6 x 9 Film” Bildern.  So war es nicht verwunderlich, nachdem mein Astronomie Interesse zum zweiten Mal erwachte (ca.1984), dass alsbald schon der Wunsch aufkam die Himmelsobjekte auch fotografieren zu können. Bloß: womit? Und wie? Wie befestigt man überhaupt eine Kamera am Teleskop? Viele Fragen - viele Antworten! Mittlerweile las ich beständig die “Sterne&Weltraum”, besorgte mir Astronomie Zubehör Prospekte verschiedener Firmen, und kaufte mir immer wieder Bücher, die sich u.a. mit der Astro Fotografie beschäftigten.  Und lernte, dass eine Spiegelreflexkamera aus der DDR nicht nur verhältnismäßig  günstig zu bekommen war, sondern auch sehr gut für Astro - Aufnahmen geeignet war!  Die Praktika VLC II - die ich gebraucht erstand, hatte nicht nur einen auswechselbaren “Lichtschacht Sucher” sondern man konnte von der Firma “Leitz” verschiedene Glasplatten als Einsatz dafür bekommen. Günstig - wohlgemerkt! Ich hatte u-a-einen Vergrößerungseinsatz mit Fadenkreuz. Damit sah man die helleren Sterne im Sucher recht gut. Tja, bloß wenn man den Auslöser bediente, versperrte der hochgeklappte Spiegel den Weg zum Sucher. (man darf ruhig schreiben: “hochgeschlagene Spiegel” Der knallte dermaßen hart innen an’s Gehäuse, dass tatsächlich von einem intensiven Dauer - gebrauch dieser Kamera abzuraten war. Für Astrofotografie aber uninteressant.)  So lernte ich schnell, dass man für Astrofotos das Fernrohr so genau wie möglich auf einen in der Nähe des gewünschten Objekte befindlichen Leitstern halten muss. nach erst Experimenten mit selbst - gebauten Fadenkreuz Okularen (gekreuzte Fäden aus Uhu Kleber - der “zog” so schöne Fäden..:-)  kaufte ich mir von der Firma Vixen die GA-2 Nachführeinheit. Mit regel - und beleuchtbarem Fadenkreuz. War nicht billig damals, aber wirklich gut!
                                     Das wäre ein Himmel, was?? Tja, nur ein Traum, oder??? Tja, aber dann hängt man am Okular, und es is’ einfach nix da...
KAMERA
  Die richtige                           würde Wunder helfen !!
Und eines Abends war es soweit: erstmalige Tests mit der Praktika brachten heute gesehen nicht viel Verwertbares hervor. Für mich war das damals ein  Riesenschritt in eine unbekannte Welt!  Es funktionierte, ich konnte Himmels - Aufnahmen machen. Zunächst noch lediglich unsere näheren, hellen Begleiter, doch es würden auch die Sterne und Objekte der fernen Himmel mir nicht mehr entkommen. Mein Jagd war eröffnet.....
Die GA-2 Nachführeinheit mit 2x Barlowlinse am 70 / 710mm Leitrohr
PRAKTIKA VLC2
(PS: ganz am Ende dieser Geschichte gibt es von jeder Kamera, soweit vorhanden ein Bild zu sehen, alleine, um die Unterschiede zu demonstrieren.)