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1998 hörte mich zum ersten Mal von einer Videokamera namens   Phillips Vesta Pro2,  die viele Sternfreunde am Teleskop nutzten. Günstig in der Anschaffung, hatte ich auch bald eine, zunächst eine “ToUCam” und dann die “Ente” ( PCVC 680K) ..oder war es um - gekehrt??  Ist schon so lange her...  Mond und Planeten konnte man damit wesentlich besser abbilden als mit dem Rollfilm.  Also ICH zumindestens, erfahrene Fotografen würden mir das sicher widersprechen..
Der langen Rede kurzer Sinn: hat man kein genau nachgeführtes Fernrohr, kann man Fotos machen einfach vergessen. Das war mir zu dem Zeitpunkt schon lange klar, aber wie sollte das gehen? Ich schielte zwar auf eine dieser grand - iosen “Witte & Nels” Montierungen, aber für irgendwas um 2000 Mark - nä, da kam ich nicht hin. Bis ich durch Zufall von einem Amerikaner namens “Mel Bartels” hörte. Der bot relativ preiswerte Schrittmotor Steuer - rungen an. Mit selbst für mich verständ - lichen elektronischen Bauteilen, mit einer PEC (deutsch: periodische Fehler Korrektur) und vieles mehr.
Diese Steuerung hatte die umfangreichste Fehlerkorrektur, die man sich vorstellen konnte!  Sei es Azimut / Altidude Falschausrichtung, nicht rechtwinkelige Anbringung des Teleskops an der Deklinationsachse, oder das Achsenkreuz ist nicht rechtwinkelig... Eine tolle Geschichte! Einziges Problem: ich verstand noch so gut wie gar nichts von Computern. Aber auch das lernte man dank Mel Bartels, oder auch  von Kollegen in unseren Mailinglisten relativ schnell. Ich fand, dieses DOS System der alten Computer gar nicht so schwer, ziemlich logisch ei - gentlich.  Und im September 1999 bekam ich meine erste richtige CCD Kamera: eine  “OES Alpha Mini  (gebraucht) Gut, viel ist da nicht zu sehen äußerlich, das verbirgt sich alles in dem rechteckigen Ge - häuse. Zu den technischen Angaben kann ich leider nichts sagen. Der Chip war schon sehr klein, aber das war 1999 kein Hindernis! Eine Kamera, mit der man in die Tiefen des Raums eindringen konnte, DAS war das Entscheidende!! Das etwas merkwürdig aussehende Gebilde auf dem Kamerakopf ist ein beleuchtetes Fadenkreuz  zur Nachführung. Ja, die musste noch manuell gemacht werden. Habe ich aber nie genutzt. Denn ich erwähnte ja schon die Abkürzung: PEC
An einer Ausgangsachse des Getriebes ist eine - ja!: Schallplatte angebracht!  (Nebenbei: es handelte sich um ZZ Top’s “Eliminator” Hier haben ZZ Top erstmalig ein elektronisches Schlagzeug benutzt! Als Ur - Rock’n Roller für mich ein absolutes No Go!!)  Deswegen hatte ich auch keine Scheu in dieser Schallplatte einen schmalen Schlitz senkrecht zur Achse zu schneiden! Dieses Holzklötzchen mit den Kabeln dran war  U - förmig aufgebaut: in beiden Schenkeln des U war ein kleines Loch, in dem einen steckte ein kleines Birnchen, in dem anderen eine Fotozelle. Jedes mal, wenn der schmale Schlitz nun das Licht der Birne auf die Fotozelle fallen ließ, gab diese einen 5 Volt Stromkreislauf frei, der in die MB Steuerung lief. Und dort die mit gezählten Motorschritte wieder auf “0” stellte. Hatte man vorher eine Mess - routine gemacht, mittels Fadenkreuz / Barlowlinse im Hauptfernrohr manuell einen Stern exakt nachgeführt, wurden diese Schritt - Geschwindigkeitsänderungen gespeichert und mit der Nullstellung an immer genau an dem selben Punkt immer wieder so fortgeführt. Fazit: das Fernrohr blieb auf dem Stern, man hatte eine automatische Nachführungs Korrektur. Meistens passte das sehr gut, wenn nicht, wurde das Ganze eben wiederholt. Dauerte höchstens ein paar Minuten......
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