Die meisten Neuentdeckungen im Kosmos gehen heutzutage auf das Konto professioneler Institutionen. Da diese hochmodernen Sucheinrichtungen, Teleskope usw. aber einem festen Schema folgen, robotisch gesteuerten Programmen z.B. haben sie nicht die Flexibilität eines menschlichen Beobachters. Dieser kann sich u.U.auf sein Glück verlassen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Bei der Kometenentdeckung trifft diese Aussage am häufigsten zu, aber auch bei Supernovae hat der Amateur schon mal Glück. Matthias Kronberger, Physiker bei der europäischen Organisation für Kernforschung,CERN in der Schweiz, ist seit Längerem Mitglied einer weltweiten Gruppe von Astro  / Amateuren, den “Deep Sky Hunters”, die sich u.a. der Aufgabe widmen bislang noch nicht entdeckte Objekte aus dem DSS Atlas (Digital Sky Survey”, neuerdings der “Sloan Digital Survey”) zu finden. Überprüft wurden die Funde u.a. mit tiefen Aufnahmen des 24 Zoll Hypergraph Teleskop des Capella Observatorium” (Eine sehr schöne Webseite von Dr. Stefan Binnewies und Josef Pöpsel, denen ich auf diesem Weg noch mal  herzlichen Dank für ihre freundliche Hilfe sagen möchte! Aber was habe ICH damit zu tun? Nun, Exoten & Unmögliches reizten mich immer schon, vermutlich weil ich in einer “Astrozeit” großgeworden bin,  in der hochgestellte Professoren uns kleinen Sternfreunden sagten was wir am Himmel erwarten können, und was “mit absoluter Sicherheit nicht geht!” Ich dagegen - als stadtbekannter Querkopf :-) sage dagegen immer: “geht nicht - gibts nicht !!” Im Jahr 2005 las ich erstmals von einem PN namens Kronberger 15” und war sofort Feuer und Flamme diesen Winz - und Schwächling aus dem unendlichen Gewirr von Sternen an der Position dort herauszulocken, mit meinem “billigem” Equipment!  Es ist mir so la-la gelungen, ich würde vielleicht nicht meinen Kopf darauf verwetten, aber schaut es euch selber an.!  Mittels Internetsuche und persönlicher Kontaktaufnahme mit einem sehr hilfsbereiten M. Kronberger entstand so mein kleines Privatprojekt “Kn PN’s”. Alleine die Verarbeitung der jeweiligen Aufnahmen ist schon mein  ganzes Hobby wert; meine Frau kam schon einige Male verwundert nach mir sehen, welch Geräuschkulisse mir da am Rechner entfleucht, wenn mir mal wieder einer der superschwachen PN’s ins Bild - Netz gegangen ist!!                                                                                          Noch ein Wort: Ein ganz großes “DANKE” an Matthias Kronberger selber, der mich auch ermutigte mit meinem “low coast Equipment” es “beaten of the path” (seine Worte) einfach mal zu versuchen! Vorher war ich doch sehr skeptisch ob das Ganze überhaupt Sinn macht! Und herzlichen Dank für die Erlaubniss Vergleichsbilder aus dem Artikel “Searching for Faint Planetary Nebulae Using the DSS” (Urheberhinweis: D.Jacoby et al.,PASA 27, 156) zur Darstellung benutzen zu dürfen!
       Matthias Kronberger, die Deep Sky Hunters und “ihre” planetarischen Nebel.